Wenn das Virus Ehen infiziert - mehr Scheidungen durch die Pandemie?

Während die Coronakrise manche Paare noch enger zusammenschweißt, liegen in anderen Beziehungen die Nerven blank. Lockdowns und Quarantäne mit plötzlichem Arbeiten und Kinderbetreuung von zu Hause aus - womöglich noch auf engstem Raum -, finanzielle Engpässe, Zukunftsängste, aber auch Zeit, im Alltag sonst sorgsam totgeschwiegene Konfliktthemen auszudiskutieren. Dies alles ist der ultimative Stresstest für die Ehe, der im kommenden Jahr eine regelrechte Scheidungswelle nach sich ziehen wird, wie sich bereits deutlich abzeichnet.

Interview im Hamburger Abdendblatt

Dr. Elisabeth Unger ist Fachanwältin für Familienrecht im Herzen Hamburgs. Vom Magazin Focus wurde Dr. Unger als eine der besten Rechtsanwälte Deutschlands ihres Fachs ausgezeichnet. Im Interview erklärt Sie, mit welchen Fragen sich ihre Mandanten im Falle einer Trennung auseinandersetzen müssen und warum ein Ehervertrag nicht unromantisch ist.

Focus: Deutschlands Top-Anwälte – Wir sind ausgezeichnet.

Es kommt nicht so oft vor, dass man von einem überregionalen Magazin empfohlen wird. Daher sind wir sehr stolz, dass wir, laut Focus, zu den besten Kanzleien für Familienrecht in Deutschland zählen. Und noch mehr freut es uns, da es das Votum von Experten darstellt. Abgestimmt haben also renommierte Kolleginnen und Kollegen. Und zwar für unseren Einsatz, für unsere Kompetenz und für unsere Reputation.

Für die Befragung wurden etwa 21.500 Fachanwälte angeschrieben und eingeladen, an der Online-Befragung teilzunehmen, die das Datenunternehmen Statista für das Nachrichtenmagazin Focus durchgeführt hat. Insgesamt wurden über 11.700 Einzelempfehlungen abgegeben, basierend auf ca.2.800 Teilnehmern.

Familienrecht ist so vielfältig wie das Leben. Wir müssen zahlreiche Gesetze und die sich ständig ändernde Rechtsprechung im Blick haben. All das erfordert besondere Qualifikationen und Kenntnisse auf diesem Gebiet. Erst recht, wenn internationale Sachverhalte vorliegen. Im Familienrecht sind auch steuerrechtliche und wirtschaftsrechtliche Aspekte zu berücksichtigen.

Die Empfehlung des Focus beflügelt uns zu weiteren, kontinuierlichen Höchstleistungen im Sinne unserer Mandantinnen und Mandanten.

Unterhaltsrechtliche Fragen in Zeiten von Corona – Covid-19 – SARS-CoV-2

Nachdem während der letzten Wochen weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19 Virus getroffen wurden, treten deren wirtschaftliche Auswirkungen nun immer deutlicher zu Tage. Viele Selbstständige bangen um ihre Existenz, weil ihre Einnahmen durch den fehlenden Kundenverkehr eingebrochen sind. Mit der Zunahme von Kurzarbeit sehen sich auch Angestellte mit starken finanziellen Kürzungen konfrontiert.

Menschen, die an einen Ehegatten, Kinder oder ihre Eltern Unterhalt zahlen, fragen sich: Muss ich trotz Corona weiterhin Unterhalt zahlen? Was kann ich tun, wenn ich mir den Unterhalt nicht mehr leisten kann?

Umgang in Zeiten von Corona – Covid 19 -

Die Corona-Krise stellt uns vor eine Herausforderung bisher unbekannten Ausmaßes. Die Ereignisse haben sich in den letzten Wochen fast stündlich überschlagen – wir erleben Maßnahmen wie Social Distancing, Homeoffice, Ladenschließungen und behördlich angeordnete Kontaktverbote. Schulen und Kitas sind geschlossen, es fehlt an Betreuungsmöglichkeiten. Auch das Thema Ausgangssperre ist in der politischen Diskussion weiterhin präsent. Getrennt lebende Eltern stehen aufgrund dieser Maßnahmen vor einer Vielzahl ganz praktischer Fragen, was den Umgang mit ihren Kindern betrifft.

Gemeinsam heimisch werden

Immobilien in der Ehe

Die regelmäßig wirtschaftlich bedeutendste Investition in der Ehe ist der Erwerb von gemeinsamem Grundbesitz. Dem Ehepaar, das in den Güterständen der Zugewinngemeinschaft oder der Gütertrennung verheiratet ist, stehen für einen solchen gemeinsamen Erwerb viele Möglichkeiten zur Verfügung. Gleich gilt für die Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft.

Denn wer wieviel bei Kauf und Finanzierung der Immobilie gezahlt hat, lässt nicht zwingend auf die Eigentumsverhältnisse schließen. Wenn sich die Eheleute trennen und später die Ehescheidung einreichen, ändert das erst einmal nichts an den Eigentumsverhältnissen an der Immobilie.

Stiefkindadoption – bald auch ohne Trauschein

Beschl. v. 26.03.2019, Az. 1 BvR 673/17

Was ist eine Stiefkindadoption?

Eine Adoption ist die rechtliche Begründung eines Eltern-Kind-Verhältnisses zwischen einem Annehmenden und einem Kind ohne Rücksicht auf die biologische Abstammung. Die Besonderheit bei der Stiefkindadoption ist, dass der Annehmende der Ehepartner eines leiblichen Elternteils des anzunehmenden Kindes ist. Im Gegensatz zu der „normalen“ Adoption, erlöscht bei einer Stiefkindadoption das Verwandtschaftsverhältnis des Kindes zu den bisherigen Verwandten nicht komplett. Das Verwandtenverhältnis zu dem leiblichen Elternteil, der auch Ehepartner des Annehmende ist, bleibt weiterhin bestehen. Jeden Tag werden in Deutschland zehn Kinder adoptiert. Die Stiefkindadoption macht in Deutschland zahlenmäßig über die Hälfte aller Adoptionen aus und hat damit eine große Bedeutung.

Vermögensauseinandersetzung bei Ehe mit einem Ausländer oder für Deutsche im Ausland!

EU-Güterrechtsverordnung

Ehen und Familien werden immer internationaler, die Menschen mobiler. Ehen zwischen unterschiedlichen Staatsbürgern sind heute ebenso selbstverständlich wie Paare, die ihren Wohnsitz aus beruflichen oder persönlichen Gründen von Deutschland ins Ausland verlegen.

Familiäre Beziehungen unterliegen einem gesellschaftlichen und auch wirtschaftlichen Wandel, was eine stetige Anpassung des Familienrechts an die veränderten Verhältnisse erfordert. Nachdem es eine europäische Vereinheitlichung für die Bereiche Kindschaft, Ehescheidung und Unterhalt bereits seit einiger Zeit gibt, „zog“ nun vor gut einem Jahr auch das Güterrecht „nach“.

Die Europäische Union hat das eheliche Güterrecht zum 29. Januar 2019 vereinheitlicht.

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